Am Anfang steht das Ich – Erinnerung, Zeit und Selbstentwurf bei Proust, de Musset und Sartre
Geschrieben steht: „Im Anfang war das Wort! […] Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen, Ich muss es anders übersetzen, Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin. Geschrieben steht: „Im Anfang war der Sinn.“ Bedenke wohl die erste Zeile, Dass deine Feder sich nicht übereile! Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft? Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft Doch, auch indem ich dieses niederschreibe, Schon warnt mich was, dass ich dabei nicht bleibe. Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat! (Goethe, 2004, 42f.) Bereits Goethes Faust beschäftigt sich mit der Frage nach dem Anfang. Bei seinem Versuch, den ersten Satz des Johannesevangeliums zu übersetzen, verwirft er nacheinander das Wort, den Sinn und die Kraft, bevor er sich für die Tat entscheidet. Die Suche nach dem richtigen Begriff verweist auf ein grundlegendes Problem: Was steht tatsächlich am Anfang? Ist es das Wort, mit dem eine Geschichte beginnt, die Idee, die ihr v...
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